Vom Wachsen und Fliegen lernen

Ein herzliches Moin Moin, ich bin NANÉE – Singer-Songwriterin aus Hamburg. Ich liebe trockenen Humor, Wahrhaftigkeit und aus Steinen im Weg, eine Straße zu bauen.

Glaub an Dich! Mach Dein Ding! und Geh Deinen Weg!

Das sind für mich in Worte gegossene Mutmacher, um seine Träume wahr werden zu lassen. Träume von einer Welt, in der jeder so angenommen wird, wie er/sie ist. Egal, wie wir auf die Welt gekommen sind. In meinen Songs erzähle ich davon. Ich erzähle von Bodypositivity, vom Mut, sich so anzunehmen, wie man ist.

Denn in einer Welt, in der es noch allzu oft auf Äußerlichkeiten, wie ebenmäßige Haut und perfekte Proportionen ankommt, haben es vor allem die schwer, die aus dem Schönheitsraster herausfallen und nicht der Norm entsprechen. Die, die zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn sind, oder, wie ich, mit einem seltenen Gendefekt geboren sind.

Doch, was ist überhaupt „das Schönheitsideal“?

Dieses von gesellschaftlichen Normen und den Medien erschaffene „Idealbild“ des Menschen. Wie sehr kann man ihm glauben? Ich sage nur: Rubens vs. Magermodels. Und wie sehr sollte man einem, je nach Zeit und Kultur, so unterschiedlichem Bild hinterherlaufen, um sich gut zu fühlen? Wäre es nicht viel schöner, wenn Du Dir selbst gefallen würdest? Dich davon frei machen könntest, was Andere von Dir denken?

„Sei stolz darauf, wer Du bist und schäme Dich nicht dafür, wie jemand anderes Dich sieht.“ (Quelle unbekannt)

Für mich war es ein langer Weg, doch heute bin ich bei mir, meinem Körper und bei dem was ich liebe angekommen – der Musik. Das war nicht immer so. Denn mein Gendefekt CMN führt dazu, dass sich die Pigmentzellen meiner Haut nicht gleichmäßig über den ganzen Körper verteilen, sondern ein lebendiges Muster mit hunderten Leberflecken aller Größen formen. Als Teenager bedeutete das, das ich oft angestarrt, gemobbt und ausgegrenzt wurde. Ich fühlte mich hin und her gerissen, zwischen dem Wunsch, meine Musik zu leben und dem Wunsch, unsichtbar zu sein, um den Blicken zu entgehen. Was mit einer Körpergröße von 1,85 m kein leichtes Unterfangen war... 

Letztendlich war und ist die Musik der wichtigste Katalysator, um zu der zu werden, die ich heute bin. Eine Metamorphose vom schüchternen Teenager, der mit weichen Knien Keyboard in der Schülerband spielte – und dann aus der Band ausstieg, weil ich es nicht ertragen konnte, im Mittelpunkt zu stehen, hin zu jemandem, die mit ihrer Musik und Geschichte, Menschen berühren, ermutigen und mitreißen möchte.

Der Stein, der damals alles ins Rollen brachte, war, als ich 2004 für 6 Monate in San Francisco lebte und ein Freund mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, ihn zu einem Gospel-Gottesdienst der San Francisco Glide Church begleiten. Ich erwartete, einen langweilig angestaubten Gottesdienst mit Musikeinlage, bei dem alle brav in ihren Bänken sitzen und zuhören würden. Nicht jedoch beim Glide Church Choir! Er vereinte nicht nur Menschen verschiedenster Altersgruppen, sozialen Schichten, mit und ohne Handicap, sondern versprühte eine unbändige Begeisterung und Lebensfreude, so dass nach kurzer Zeit keiner mehr auf den Sitzen zu halten war. Wir sangen, feierten das Leben, die Liebe und Toleranz und ich wusste: Musik ist mein Weg!

Diese Begeisterung nahm ich mit zurück nach Hamburg und enterte mit dem Soul- und Gospelchor „50 VOICES“ die Hamburger Bühnen, wie z.B. in der Fabrik, Laeitzhalle oder Schmidts Tivoli. Ich liebte das Kribbeln, wenn es auf die Bühne ging und nach meinen ersten Soloauftritten, ließ mich der Reiz, vorne zu stehen nicht mehr los. Ich verließ den Chor, wurde Leadsängerin in meiner ersten Cover-Band und ging völlig im Experimentieren im Blues, Pop, Jazz und Soul auf.

 

Bis 2015. Als meine langjährige Beziehung in die Brüche ging. Das war der Moment, als ich, im Liebeskummer versunken, das erste Mal zu Papier und Stift griff und meine ersten eigenen Songs schrieb. Es half mir, das Chaos meiner Gefühle zu lichten und wieder nach vorne zu schauen. Leider musste ich erkennen, dass meine damalige Band lieber Songs coverte als eigene zu schreiben. Eine kleine Welt brach für mich zusammen, aber ich rappelte mich auf und entschied mich, auf eigenen Füßen zu stehen!

NANÉE war geboren! Ich suchte mit neuer Motivation nach einem Gitarristen und hätte nie gedacht, dass es letztendlich das gute alte Schwarze Brett ist, dem ich mein erstes Bandmitglied zu verdanken habe. Mit Gitarrist Jörg Mielack und meiner Mischung aus Singer-Songwriter-, Deutsch-Pop und Rock eroberten wir nicht nur die Bühnen Hamburgs und Norddeutschlands, sondern releasten nach nur knapp 2 Jahren, die erste EP. Und ich habe Lust auf mehr!

 

Du möchtest wissen, wie die Geschichte weiter geht? Dann begleite mich auf meinem Weg! Trage Dich bei NANÉE NEWS ein und ich lade Dich 1-2x im Monat ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und z.B. exklusiv in neue Songs rein zu hören. Ich freue mich auf Dich! Und bis dahin:

Bleib Deinen Träumen treu und lass Dir Flügel wachsen!

Deine NANÉE

Foto: Zaucke Photography

© 2020 by Nanée.

Fotos © Elena Zaucke Photography /

               Karin Averbeck/Coachography